St. Petersburg

Eine Kundgebung von stolzen und freien Menschen

Am 7. November, dem 101. Jahrestag der Großen sozialistischen Oktoberrevolution, führte die St. Petersburger Organisation der RKRP (1) gemeinsam mit Verbündeten eine Kundgebung auf dem Lenin-Platz durch.

Vom Presse-Zentrum des Leningrader Komitees der RKRP-KPSS

In diesem Jahr setzte die Stadtverwaltung die zur Zeit der „Rentenreform“ begonnene Politik der Verbote fort und ging so weit, die Genehmigung der traditionellen Kundgebung kommunistischer, linker und Arbeiterorganisationen auf dem Lenin-Platz zu verweigern. Dies geschah unter dem Vorwand, dass während des ganzen Werktages, am Mittwoch dem 7. November, auf dem Lenin-Platz irgendein Kinderfest unter dem Motto „Wir wählen ein Kunstwerk“ durchgeführt würde.

Stellvertretender Gouverneur der Stadt hält an Verbot fest

Tatsächlich konnte jeder, der ... auf dem Platz war, als Karikatur auf die von der Gebietsverwaltung angekündigte Veranstaltung ein einziges leeres Zelt entdecken, wo eine Handvoll missmutiger durchgefrorener Männer und eine rundliche Dame den ganzen Tag lang über eine installierte Lautsprecheranlage eine Art „moderner jugendlicher Musik“ abspielten.

 

Übrigens hatten sich die Organisatoren der Kundgebung noch am Vorabend an den derzeitigen stellvertretenden Gouverneur der Stadt gewandt und deutlich gemacht, dass die Leningrader auf ihrem Recht bestehen, an dem Gedenktag in jedem Fall auf den Lenin-Platz zu gehen. Sie betonten, dass „Petersburg, wie auch Leningrad, eine Stadt der stolzen und freien Menschen war und bleibt“.

 

Sie forderten ihn dazu auf, vorübergehend Anstand zu beweisen und seine Handlanger bei der Erteilung des Verbots zurechtzuweisen. Er machte von dieser Möglichkeit jedoch keinen Gebrauch. Seine dementsprechende Reaktion war ein für ihn bezeichnender Befehl, woraufhin die Polizei zwei junge Aktivisten unwillig in ihrem Mannschaftswagen mitnehmen musste.

Verbotene Kundgebung fand statt

Zur verabredeten Stunde begannen sich am Denkmal von Wladimir Iljitsch Lenin einfache Bürger und Aktivisten linker Organisationen der Stadt zu versammeln: von RKRP, ROT FRONT, OKP, RPK, RKSM(b) und Linkem Block. In ihren Händen hielten sie Blumen, um sie später niederzulegen am Denkmal des Führers des Weltproletariats, das den Moment seiner historischen Rede vom Turm des Panzerwagens „Wrag kapitala“ verewigt.


Um genau 19 Uhr begann dann die nicht genehmigte Kundgebung. Zur Eröffnung bemerkte der Anführer der RKRP, Wiktor Arkadjewitsch Tjulkin, dass wir heute gezwungen sind, den Tag der großen sozialistischen Oktoberrevolution unter den Bedingungen eines „zeitweisen Rückzugs“ der Sowjetmacht in Russland zu begehen. Nichtsdestotrotz setzen die Kommunisten und ihre Verbündeten den Kampf für eine bessere und gerechte Welt fort, und der 7. November ist einer der wichtigsten Leuchttürme auf diesem Weg. Es sprachen Vertreter von OKP, DR und RPK.

"Waffe des Proletariats" niedergelegt

Als Zeichen dafür, dass die Sache des revolutionären Proletariats, welche im Jahre 1917 begonnen wurde, auch in Zukunft fortgesetzt wird, legten die Teilnehmer am Denkmal Lenins nicht nur Blumen nieder, sondern auch ein Banner mit der Losung „Nein zur limitierten Revolution“. Und die Leningrader Natalja Lisizyna und Wladimir Kusnjezow vom Arbeiterrat der Stadt legten am Sockel des Denkmals die „Waffe des Proletariats“ nieder – einen Pflasterstein aus rotem Granit – als Antwort an die parlamentarischen oppositionellen Vertreter, die auch in diesem Jahr erneut betonten, dass Flugblätter besser seien als Pflastersteine.


Die Kommunisten und Arbeiteraktivisten sangen die Internationale und versprachen, die Sache Wladimir Iljitsch Lenins fortzusetzen.