Gedenken an 9. November

Gedenken an 9. November

Antifaschistische Aktion in Aschaffenburg

In Aschaffenburg fand am 9. November eine Kundgebung des "Bündnisses gegen rechts" zum Gedenken und zur Mahnung aus Anlass des 81. Jahrestages der Reichspogromnacht statt.

Korrespondenz
Antifaschistische Aktion in Aschaffenburg
Bild von einer früheren Aktion in Aschaffenburg zum gleichen Thema (foto: Bündnis gegen rechts Aschaffenburg-Miltenberg)

Fast dreihundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer, erheblich mehr als in den letzten Jahren, machten beim Gedenken an die Reichspogromnacht deutlich, dass es das Anliegen vieler ist, die aufkommende faschistische Gefahr zu bekämpfen.

 

In mehreren Redebeiträgen wurde vor allem der millionenfachen jüdischen Opfer des Hitler-Faschismus gedacht und gemahnt: "Nie wieder Faschismus". Auch auf die massive Zunahme faschistischer Morde und Morddrohungen sowie antisemitischer Anschläge wurde hingewiesen. Antifaschistische Lieder machten nachdenklich, verbreiteten aber auch Optimismus.

 

Der Vertreter der MLPD wies darauf hin, dass heute wieder eine reale Gefahr des Faschismus besteht, aber auch faschistische Methoden im Rahmen der parlamentarischen Demokratie zunehmen. Die weltweite Tendenz zu faschistoiden Regierungen hat tiefe gesellschaftliche, in der Entwicklung des weltweiten Systems des Kapitalismus liegende, Ursachen. Notwendig ist heute daher der Aufbau einer weltweiten antiimperialistischen, antifaschistischen Einheitsfront gegen Faschismus und Krieg. Die antifaschistische Bewegung muss aber auch das ganze System infrage stellen, das diese faschistischen Gefahren hervorbringt.

 

Im Anschluss demonstrierten die Teilnahmen zu "Stolpersteinen" bei denen über die erschütternden Lebensläufe von deportierten und ermordeten jüdischen Mitbürgern informiert wurde.