Literaturtipp

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Geschichte der Flucht eines irakischen Kurden

Ein Korrespondent stellt zwei Bücher des Autors Alexander Bertsch vor, um sie den Lesern von "Rote Fahne News" zu empfehlen:

Korrespondenz

„Zufällig bin ich an zwei kleine Bücher von Alexander Bertsch gekommen.¹ In seinem Essay ‚Kein Fährmann wartet am Totenfluss‘ lässt er Loran, einen Kurden, der seine Heimat Irak zusammen mit der Familie verlassen musste, seine Geschichte erzählen. Es ist die Geschichte der Unterdrückung der Kurden und jeglicher fortschrittlicher Bewegung im Irak, die Geschichte seiner Flucht mit ihrem unendlichen Leid, und die Geschichte seiner neuen Lebenssituation in Deutschland.

 

Man erlebt die Brutalität, mit der die Regierungen des ‚freien‘ Europa ihre Grenzen abschotten, und dabei bewusst über die Leichen von Flüchtlingen gehen. Und man erlebt die Hilfsbereitschaft und Solidarität von engagierten Menschen, die ohne großes Aufheben mit anpacken und helfen.

 

Alexander Bertsch hat seine Abfassung unter das Motto gestellt: ‚Wenn du ein Flüchtling bist und stirbst, stellt niemand Fragen, aber um anderswo leben zu können, werden dir tausend Fragen gestellt.‘

 

Mit der gleichen schnörkellosen Sprache arbeitet Alexander Bertsch in seinem Kriminalroman „Mörderische Ausgrenzungen“. Sein Privatdetektiv Anton Vinaeger steckt mitten in einem Fall: der faschistische IS ist plötzlich im beschaulichen Heilbronn keine ferne Erscheinung mehr, sondern eine reale Bedrohung. Und immer nutzt Bertsch konkrete Fallfragen, um über politische Themen nachzudenken: ‚Was sind sichere Herkunftsländer? Wer hat das Recht, so etwas festzulegen?‘"

 


Alexander Bertsch

Kein Fährmann wartet am Totenfluss

Verlag Regionalkultur, 64 Seiten

ISBN-13: 978-3-89735-916-1

ISBN-10: 3-89735-916-2

7,90 Euro

 
Alexander Bertsch

Mörderische Ausgrenzung

Verlag Regionalkultur, 144 Seiten

ISBN-13: 978-3-95505-012-2

ISBN-10: 3-95505-012-2

9,90 Euro