UN-Ausschuss

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Umweltflüchtlinge dürfen nicht abgeschoben werden

Menschen, die wegen Umweltzerstörung und Untergrabung ihrer Lebensgrundlagen auf der Flucht sind, dürfen nach Auffassung des UN-Menschenrechtsausschusses nicht in ihre Heimatländer abgeschoben werden. Langfristige Folgen der Erderwärmung - wie der Anstieg des Meeresspiegels - zählten ebenso zu den berechtigten Fluchtgründen wie die Gefahr plötzlicher Überflutungen oder Stürme. Hintergrund der Entscheidung war die Beschwerde eines Bürgers des Südsee-Inselstaates Kiribati, der 2015 Asyl in Neuseeland beantragt hatte. Nach einer Ablehnung war er in seine Heimat abgeschoben worden.