Bochum

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Zwei bedeutende Gerichtsverfahren

In den kommenden Tagen beginnen vor dem Arbeitsgericht Bochum die Gerichtsprozesse zweier Arbeiter von Opel bzw. Neovia gegen ihr politisch motiviertes Mobbing mit Abmahnung und Strafversetzung, sowie gegen Entlassung und Hausverbot.

OFFENSIV - Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit bei Opel in Bochum

Am kommenden Freitag, 24. Januar, findet um 10.45 Uhr der Gütetermin eines Kollegen gegen Opel statt. Der Kollege, der über vier Jahre und gegen drei Kündigungen seine Beschäftigung im zentralen Ersatzteillager von Opel in Bochum durchsetzte, wurde nach diesem bedeutenden Erfolg mit konstruierten Vorwänden abgemahnt und in eine andere Abteilung und Schicht strafversetzt. Den Vorwurf, er habe den „Betriebsfrieden“ gestört, weisen wir entschieden zurück – zumal in einer Zeit, in der PSA und Opel die Vernichtung weiterer 4100 Arbeitsplätze angekündigt haben.

 

Am Freitag, 7. Februar, findet der Gütetermin einer Kollegin gegen Neovia (Dienstleister innerhalb des zentralen Ersatzteillagers von Opel in Bochum) statt. Ihr wurde, entgegen vorheriger Aussagen von Vorgesetzten, die Verlängerung ihres Arbeitsvertrages verweigert, weil sie sich als Gewerkschafterin gemeinsam mit Kollegen gegen die Arbeitshetze aussprach. Als sie sich gegen ihre politisch motivierte Entlassung mit einer persönlichen Erklärung zur Wehr setzte, wurde ihr Hausverbot erteilt.

 

Mit solchen Methoden versucht der Vorstand, kämpferische Arbeiterinnen, Arbeiter, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zu attackieren und möglichst aus dem Betrieb zu entfernen, um die gesamte Belegschaft einzuschüchtern und damit den Widerstand gegen ihre Ausbeutungspläne zu brechen.

 

Aus diesem Grund rufen wir auch in diesen Fällen wieder zu einer solidarischen Unterstützung der Kollegen und zu einer Berichterstattung hierüber auf.