GSA Umweltdossier 3/2015

GSA Gesellschaft zur Förderung wissenschaftlicher Studien zur Arbeiterbewegung e.V.

6.11.2015

Umweltdossier 3/2015

1.Einleitung

Dieses Dossier erscheint in einer Zeit, in der sich die umweltpolitische Massenauseinandersetzung im Zusammenhang mit der offensichtlich gescheiterten herrschenden Klimapolitik, den Massenprotesten gegen die Pariser UN-Klimakonferenz, dem weltweiten Widerstand gegen Fracking und der VW-Krise weiter belebt. Es ist eine wissenschaftliche Grundlage für unsere Strategie und Taktik der Polarisierung gegen den Einfluss des imperialistischen und kleinbürgerlichen Ökologismus auf Umwelt- und Arbeiterbewegung.



2.Das „2 Grad Ziel“ ist angesichts des beschleunigten Umschlags zur Klimakatastrophe wissenschaftlich absurd und ökologisch verheerend.

Seit dem G8-Gipfel 2009 im italienischen L’Aquila ist es die Leitlinie des imperialistischen Ökologismus, „sich an den unvermeidlichen Klimawandel anzupassen“. Mit der auf der UN-Klimakonferenz 2010 in Cancún politisch getroffenen Festlegung einer scheinbaren „Begrenzung der Klimaerwärmung auf 2°C“, was 44 in der „Alliance of Small Island States“ zusammengeschlossenen Inselstaaten ablehnten, werden wirksame Klimaschutzmaßnahmen auf Jahrzehnte in die Zukunft verschoben. Der dritte Sachstandsbericht des International Panel in Climate Science (IPCC) von 2009 schätzt: Um das Zwei-Grad-Ziel mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 % einzuhalten, dürfte die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre nicht über 400 ppm steigen1. Dieser Wert wurde jedoch bereits im Jahr 2014 erreicht. Das sogenannte 2°C-Ziel nimmt ein mit jedem Jahr ansteigendes Risiko der Weltklimakatastrophe in Kauf, und der erweckte Anschein, dies gezielt (an)steuern zu können ist eine bewusste Lüge.

Der renommierte Klimaforscher James Hansen kommt in einem mit 17 Co-Autoren verfassten Artikel vom Juli 20152 zu dem Schluss: Erdgeschichtlich haben Zeiten, in denen es nur 1°C wärmer war als heute, zu einem Meeresspiegelanstieg von 5-9 Metern geführt. Die Geschwindigkeit wird vor allem durch die Schmelzrate des polaren Festlandeises bestimmt. Tatsächlich entwickelt sich diese exponentiell. „Die Eisverluste in Grönland, Westantarktis und im Totten/Aurora Becken der Ostantarktis“ wachsen nichtlinear, mit Verdopplungszeiten von ungefähr 10 Jahren.“ Ohne Dämpfung dieser Verdopplungszeit würde es bereits in den kommenden 50 Jahren zu mehreren Metern Meeresspiegelanstieg kommen. Das liegt weit über den Annahmen des letzten Sachstandsberichts des Weltklimarats. Ihre ausführliche Zusammenfassung von Sedimentuntersuchungen deuten weiterhin daraufhin, dass Perioden mit 1° höherer Temperatur als heute, gewaltige Stürme aufwiesen, getrieben durch hohe Oberflächentemperaturen der tropischen Ozeane und ausgeprägte Temperaturabfälle in den Norden.

Eine Erwärmung um 2°C im globalen Mittel (!) würde in Afrika zu einem Temperaturanstieg von mindestens 3,5° führen und weitere große Landstriche völlig unbewohnbar machen, ebenso in Bangladesh, Inselstaaten und anderen Regionen. Schon der heutige Temperaturanstieg von 0,8° im Mittel seit 1900 führt zu jährlichen Rekordstürmen, wie der stärkste je registrierte Wirbelsturm Hurrikan "Patricia" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 400 km/h Ende Oktober3.

Die bis jetzt im Vorfeld der Pariser „Klimakillerkonferenz“ beim UNFCCC-Sekretariat eingereichten nationalen Selbstverpflichtungen für den Klimaschutz ab 2020 („Intended Nationally Determined Contributions“ – INDCs) würden nach offiziellen Angaben die Erderwärmung auf rund 3 Grad „begrenzen4. Es ist jedoch wissenschaftlich absurd, wenn imperialistische Regierungen behaupten, sie könnten ein wie auch immer geartetes X° Grad Ziel beschließen. Der Umschlag in eine globale Umweltkatastrophe hat bereits begonnen und entwickelt sich sprunghaft, mit Sprüngen/Kipppunkten in Teilsystemen. Einmal in Gang gesetzt, lassen sich verstärkende Prozesse nicht mehr oder nur sehr schwer stoppen. Die erhöhte Treibhausgaskonzentration führt zu einer Erwärmung im Wärmeungleichgewicht („radiative forcing“) von derzeit ca. 0,6 Watt/m2. Erforderlich ist eine drastische Senkung der Treibhausgasemissionen um 70-90 Prozent bis 2030 und eine Rückführung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre auf 350 ppm5, wie das auch die MLPD in ihrem Kampfprogramm vertritt.



3.Beurteilung von „Kipppunkten“ – mögliche qualitative Sprünge im Umschlag zur Klima- und Umweltkatastrophe

Kipppunkte werden in der Klimaforschung als kritische Schwellen untersucht, an denen wichtige Prozesse im Gesamtgefüge „kippen“ und von da an qualitativ anders ablaufen. Problematisch ist, dass die Klimaentwicklung isoliert betrachtet wird und die neue Phase im beschleunigten Umschlag in eine globale Umweltkatastrophe durch die Wechselwirkung verschiedener Faktoren, wie die Waldvernichtung, das drohende Kippen der Meere, die Vergiftung und Vermüllung und vor allem die immense Gesundheitsbelastungen der Menschen dadurch unterschätzt werden. Wir bringen im folgenden einige Ergebnisse der Untersuchung der Klimaforschung zu „Kipppunkten“, die jedoch ein mechanischer Begriff sind und die Entfaltung gegensätzlicher Kräfte und Wechselwirkungen im qualitativen Sprung ignorieren.

In Rote Fahne 20/20156 wurde eingehend dargelegt, dass in der Westantarktis im Bereich der in die Amundsen-See mündenden Gletscher ein Kipppunkt bereits überschritten ist. Der westantarktische Eisschild wird nach heutigem Wissen unaufhaltsam kollabieren mit zeitlichen Prognosen von 200 bis einigen tausend Jahren. Weitere Kipppunkte sind die Freisetzung des Methans aus dem Permafrost, das Abschmelzen des grönländischen Festlandeises, die Sauerstoffverarmung der Meere, der Zusammenbruch der thermohalinen Zirkulation der Weltmeere durch Frischwasser. Im Umweltdossier 2/2015 haben wir den Nachweis der Abschwächung der nordatlantischen Zirkulation durch Stefan Rahmstorf und Mitarbeiter7 sowie Kent Moore und Kollegen8 behandelt. Zwar ist ein abrupter Zusammenbruch der nordatlantischen Zirkulation theoretisch durchaus möglich9, aber weder Modellrechnungen10 noch die Daten lassen einen bevorstehenden Kipppunkt erkennen. Aber auch eine Abschwächung von 25% bringt schon eine enorme Belastung der Meeresökosysteme mit sich.

Wie unsicher zeitliche Prognosen sind, zeigt die Untersuchung der Schmelze des grönländischen Festlandeises durch das Potsdam Institut für Klimaforschung (PIK): „In den letzten Jahren hat der Eisverlust in Grönland durch ins Meer fließende Gletscher und verstärktes Abschmelzen im Sommer stark zugenommen. Der stellenweise drei Kilometer starke Eisschild verliert dadurch an Höhe. Wo seine Oberfläche bislang in höheren und damit kälteren Luftschichten war, befindet sie sich jetzt teils in niedrigeren und damit wärmeren Luftschichten. Das verstärkt das Abschmelzen. Neueste Studien weisen darauf hin, dass der Kipppunkt des vollständigen Eisverlustes schon bei einer globalen Erwärmung von knapp 2°C erreicht werden könnte.11

Ein weiterer möglicher Kipppunkt könnte sich auch in einer starken Intensivierung oder Häufung des Phänomens „El Niño – Southern Oscillation“ (ENSO) entwickeln. Es entsteht aus der Wechselwirkung des tropischen Pazifiks mit der Atmosphäre und stellt eine natürliche Variation des Klimas der Erde dar, die sich jedoch infolge der Klimaerwärmung verstärkt. Gegenwärtig liegt der ozeanische Index der ENSO für die Monate Juli bis September 2015 mit 1,5 bereits an der Schwelle zu einem diesjährigen starken El Niño-Ereignis12, was sich aber üblicherweise auch erst am Jahreswechsel richtig entfaltet.



4.Neue Entwicklungen im Ausmaß regionaler Umweltkatastrophen

Starke El Niño-Ereignisse verstärken auch den allgemeinen Trend der Zunahme der Zahl und Intensität von tropischen Hurrikans im Pazifik13. Am 25.10. erreichte der Hurrikan Patricia, der sich im Pazifik gebildet hatte, die Küste von Mexiko. Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 400 km/h war dies der bisher schwerste durch die Wetteraufzeichnung erfasste Sturm. Laut Präsident Nieto wurden 3500 Häuser zerstört und mehrere Tausende Hektar Anbaufläche verwüstet.14 Sie betreffen vor allem Tausende kleiner Bauern und Handwerker in ihrer Existenz, die keine Versicherungen haben und keine Entschädigung durch die Regierung erwarten können. Sintflutartige Regenfälle führten auch in Texas und Louisiana zu Überschwemmungen.15

Klimabedingte Extremwetterereignisse nehmen weltweit weiter zu: Im US Bundesstaat South Carolina ging im Oktober der „schlimmste Regen seit 1000 Jahren“ herunter. 25.000 Menschen waren ohne Strom, der Verkehr kam zum Erliegen, mindestens neun Menschen ertranken16. Zur gleichen Zeit fiel an der Cote d'Azur/Frankreich innerhalb von zwei Tagen soviel Regen wie sonst im ganzen Oktober. Häuser und Autos wurden zerstört, der Verkehr und das Stromnetz brachen zusammen und mindestens 21 Menschen starben17. Nach tagelangen starken Regenfällen gab es in der Siedlung El Cambray li am Rande von Guatemala-Stadt einen Erdrutsch, der die Häuser des Armenviertels mit bis zu 60 m Schlamm bedeckte. Bislang wurde 161 Leichen geborgen, mindestens 300 Menschen werden noch vermisst18. Bei einem schweren Taifun in Taiwan („Dujuan“) mit starkem Regen und Windböen von bis zu 180 km pro Stunde wurden mehr als 300 Menschen verletzt, mindestens zwei kamen ums Leben19.

Kalifornien leidet seit dem Jahr 2011 an der schlimmsten Dürre seit mindestens über 500, wenn nicht sogar, wie manche Forscher annehmen, seit 1200 Jahren20. Ein Großteil des Nutzwassers wird aus der Schneeschmelze in der Sierra Nevada gewonnen. Im letzten Winter fielen dort jedoch 95 Prozent weniger Schnee als im langjährigen Durchschnitt. Die Talsperren sind fast leer21. Die Dürre hat große wirtschaftliche Auswirkungen, insbesondere in der Landwirtschaft, wo tausende von Arbeitsplätzen vernichtet wurden22. Es gibt eine sprunghafte Zunahme von ausgedehnten Waldbränden in den Bundesstaaten Kalifornien (bis September mehr als 6.800), Washington und Oregon. Verbunden mit verstärkter Bodenerosion und Verschmutzung der Atemluft durch Rauchschwaden bis in die Bereiche der Stratosphäre.

5.Der Kampf für ein vollständiges Verbot von Fracking

Fracking ist nach dem Bergrecht in Deutschland grundsätzlich erlaubt23. Vorrang hat nach dem Bundesbergrecht bei der Förderung ausdrücklich die "Sicherstellung der Versorgung mit Rohstoffen gegenüber anderen übergeordneten Interessen des Gemeinwohls". Es ist nicht einmal eine Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig. Wenn verschiedene Landesregierungen wie in NRW sich aufgrund des breiten Protests gegen Fracking mit einem Fracking-Moratorium rühmen, täuschen sie gleichzeitig über diesen oft nicht bekannten Fakt hinweg.

Um den interessierten Monopolen „Rechtssicherheit“ zu verschaffen, verabschiedete das Bundeskabinett im Dezember 2014 ein „Fracking Erlaubnisgesetz“, dessen Verabschiedung im Juni 2015 im Bundestag jedoch geplatzt ist: Der breite öffentliche Protest bewirkte, dass selbst Abgeordnete der CDU und SPD die Zustimmung verweigerten, auch unter dem Eindruck der Tiefstpreise im Öl- und Gasmarkt. Die Verabschiedung wurde vertagt, auf eine Überarbeitung konnte sich die Koalition aus CDU/CSU und SPD jedoch noch nicht einigen.

Das internationale Frack-Down - Netzwerk hat von seiner angekündigten mehrwöchigen Kampagne zum internationalen Fracking-Verbot im Vorfeld der UN-Klimakonferenz jetzt nur einen „Appell an Parlamentarier“ veröffentlicht24. Der notwendige aktive Widerstand darf jedoch nicht unterschätzt werden: Am 19. Oktober forderten einige Betriebsratvorsitzende u.a. von Baker Hughes, ExxonMobil Production Deutschland GmbH, Halliburton Company Germany GmbH usw. in einer Celler Erklärung „Fracking-Gesetz auf den Weg bringen“25. Demagogisch argumentieren sie mit dem Verlust von Arbeitsplätzen. Diese Erklärung wird von Exxon beworben und vom OB der Stadt Celle sowie K.Lühmann, MdB-SPD und H.Otte, MdB-CDU unterstützt.

Dagegen sind die umfassenden schädlichen Auswirkungen von Fracking auf Mensch und Natur in der Broschüre „Stop Fracking“ der Umweltgewerkschaft dargestellt26. Ein vollständiges weltweites Verbot von Fracking muss durchgesetzt werden. Die Umweltgewerkschaft macht das zu ihrer Schwerpunktaufgabe im weiteren Aufbau und Vorbereitung des Weltklimatags am 5.12.15 mit regionalen und örtlichen Protestaktivitäten.



6.Regionale Umweltkatastrophen als wesentliche Ursache für wachsende Flüchtlingsströme

Ein im September 2015 veröffentlichter Bericht der UN warnt vor den dramatischen Folgen der weltweiten Zerstörung fruchtbarer Böden. Der Bericht schätzt, dass dies in den nächsten zehn Jahren zu 50 Millionen zusätzlichen Flüchtlingen führen könnte, weil der Boden die Menschen nicht mehr ernähren kann27. Nach dem Sprachgebrauch der imperialistischen Staaten würden diese Menschen als „Wirtschaftsflüchtlinge“ behandelt.

Der jedes Jahr um einen halben Zentimeter steigende Meeresspiegel in der Bucht von Bengalen, die immer heftigeren Zyklone, die Versalzung der Böden, die Überfischung durch große Fischfangflotten und der Mangel an Niederschlägen und Süßwasser rauben immer mehr Menschen im Delta von Bangladesch die Lebensgrundlage. Die Landflucht treibt sie in die großen Städte wie Dhaka, die aus allen Nähten platzen. Schätzungen gehen von 20 Millionen Menschen aus, die dort bald ihr Land und ihr Einkommen verlieren.

Gegenwärtig treibt der Krieg in Syrien die meisten Flüchtlinge nach Europa und Deutschland. Laut Mediendienst-Integration.de sind von den ursprünglich etwa 22 Millionen Einwohnern in Syrien rund die Hälfte auf der Flucht. Eine Fluchtursache ist die drohende globale Klimakatastrophe: In Syrien trat 2007 bis 2010 die schlimmste Dürre seit 100 Jahren auf, die Fluchtbewegungen von 1,5 Millionen Menschen innerhalb Syriens auslöste. Die wachsende Unzufriedenheit unter den Massen über die Arroganz und Unfähigkeit des Assad-Regimes gegenüber den Folgen der Dürre mit steigender Arbeitslosigkeit, schlechter Wohnsituation war ein Faktor für die spätere demokratische Aufstandsbewegung. Durch den jahrelangen Bombenkrieg sind Böden und Luft vergiftet. Die Abfallentsorgung ist landesweit zusammengebrochen. Auch die unprofessionelle, rücksichtslose Ölförderung durch die IS-Faschisten und Bombenangriffe zerstören die natürlichen Lebensgrundlagen28.



7.Der Verfall der Preise für fossile Energierohstoffe verschärft den Kampf um die Beherrschung des Weltmarktes

Das Wachstum des weltweiten Energieverbrauchs verlangsamte sich 2014 (+0,9%) im Vergleich zu 2013 (+2,0%) und zur 10 Jahresperiode davor (im Mittel 2,1%). Weiterhin stellen fossile Energieträger mit 82% den absolut dominierenden Anteil des Weltverbrauchs, Erdöl stellt 32,6% des Weltenergieverbrauchs. Ein massiver Preisverfall aller wesentlicher fossiler Rohstoffe verschärft den Konkurrenzkampf von internationalen Energiemonopolen und Regierungen bis zur Vernichtungsschlacht. So ist der Rohölpreis von einem langjährigen Hoch in den Jahren 2011-2014 von über 100 US-$ seit Sommer 2014 auf dem Sinkflug und hat in 10/2015 unter 45 US-$ erreicht. Die Kohlepreise sanken von 52 US-$ pro Tonne im März 2015 auf 42 US-$ in 10/2015; 2011 betrug er noch 120 US-$. Großhandelspreise für Erdgas sanken von 25 € pro Mwh auf unter 19 € im Oktober 2015. Diese Entwicklung hat gravierende Folgen auf die Weltwirtschaft, untergräbt den Staatshaushalt vieler Ölförderländer und bringt neue Entwicklungen in der Investitionspolitik internationaler Energie und anderer Monopole hervor.

Zunächst wurde die extrem umweltschädliche Erschliessung nichtkonventioneller fossiler Energien (Fracking, Teersande, ...) massiv ausgebaut. Die Erschließung neuer Lagerstätten, wie mit Tiefseebohrungen und Teersanden, wird jedoch immer teurer. So haben sich die Investitionen der großen Ölmonopole in den letzten zehn Jahren verfünffacht, während ihre Förderung um 20 % gefallen ist. Preisverfall, das Platzen von spekulativ übertriebenen Erwartungen und massenhafter Widerstand führen bereits dazu, dass in den USA einige 100 Fracking Bohrlöcher stillgelegt und Chevron und Shell in Polen, Rumänien und in der Ukraine ihre Fracking-Pläne abbrechen29. Shell hat im September 2015 seine Ölprobebohungen vor der Küste Alaskas und im Oktober 2015 das Teersandprojekt in Kanada auf Eis gelegt30. Damit geraten alternative Energien vermehrt in das Zentrum der Investitionspolitik internationaler Übermonopole. Seit 2013 wird weltweit mehr Kraftwerksleistung im Bereich erneuerbarer Energien installiert als bei fossilen und Atomenergie zusammen genommen31. Damit stieg ihr Anteil an der erzeugten Strommenge weltweit von 8,5 Prozent in 2013 auf 9,3 Prozent in 201432. Eine Grundlage ist der dramatische Preisverfall für Photovoltaik um mehr als 80 % seit 2005, bei Windenergieanlagen, sowie staatliche Subventionen wie Einspeisevergütungen in vielen Ländern.

Der Börsenwert der Energiemonopole ist an ihre ausgewiesenen Energiereserven und an die Profiterwartungen gebunden. Diese stagnieren seit 2013 bzw. beginnen sogar zurückzugehen. Seit einem Jahr ist der Börsenwert des größten US Kohlemonopols Peabody Energy um 9 0% gefallen, der von PetroChina um 47 %, von Gazprom um 46 %, von Royal Dutch Shell und 37 %, und bei weiteren großen Energiemonopolen33. Monopolgruppen wie die Erben der Öl-Dynastie Rockefeller oder der norwegischen Pensionsfonds, ziehen ihr Kapital aus fossilen Energien ab und leiten sie in neue profitable Bereiche der Energieerzeugung um. Diese Entwicklung kann zum Auslöser einer neuen Weltwirtschaft und Finanzkrise werden.

Durch Umlenkung von Kapital das Zeitalter der fossilen Energien zu erledigen, wie es die „Deinvestmentbewegung34“ vertritt, ist jedoch eine Illusion. Trotz Ausbau erneuerbarer Energie denken die internationalen Monopole bei Strafe ihres Untergangs nicht daran, die Nutzung fossiler Energien und den Ausstoß von Treibhausgasen rasch zu senken, sie verstärken sogar ihren Widerstand dagegen. Zu stark basiert ihre ökonomische Basis auf Energie aus fossilen Rohstoffen. 95 Prozent aller industriell gefertigten Produkte hängen in der kapitalistischen Produktionsweise auf dem heutigen Niveau von der Verfügbarkeit von Erdöl ab. Dies verstärkt die Konkurrenz bis zur Vernichtungsschlacht auf dem Weltmarkt und bringt eine neue Welle an internationalen Großfusionen hervor. Diese Entwicklung bestätigt, dass der heutige Kapitalismus nicht mehr in der Lage ist, die Entwicklung zu einer Klima- und Umweltkatastrophe zu stoppen.

Um diese Tatsache zu verschleiern, entwickeln große imperialistische Staaten wie Deutschland, Frankreich oder die USA regelrechte Offensiven des imperialistischen Ökologismus. Angesichts des „schnellen Ausbaus der erneuerbaren Energien in den Vereinigten Staaten“ sieht Präsident Obama „eine amerikanische Energierevolution“ in seinem Land. Bei einem Gipfel für Saubere Energien in Las Vegas geißelte er die Lobbykampagnen der Erdölgesellschaften, die versuchten, die Energiewende zu bremsen. Tatsächlich ist die Doppeltaktik der internationalen Energiemonopole des Festhaltens an fossilen Energieträgern bei gleichzeitiger Investition und Unterwerfung erneuerbarer Energien materielle Basis für den imperialistischen Ökologismus.



8.Krise des imperialistischen Ökologismus und des Märchens von der Vereinbarkeit von Ökologie und kapitalistischer Ökonomie bei VW

In den letzten Jahren haben alle bekannten Autohersteller-Entwicklungsabteilungen mit Spritsparmaßnahmen begonnen: Stopp-Start-Systeme, Gewichtsreduzierung, Abgasnachbehandlung, Hybridisierung und Elektrifizierung des Antriebs, usw. Flankiert war das mit einer Offensive des imperialistischen Ökologismus: alle waren von nun an „green“, „blue“ und „nachhaltig“. In breiten Werbekampagnen und Typenbezeichnungen wurde und wird der Eindruck vermittelt, dass kapitalistische Ökonomie mit dem Schutz der natürlichen Umwelt vereinbart werden könne (VW clean Diesel). So behauptet der Volkswagen-Konzern, das Programm »ThinkBlue.Factory« zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs um 25 Prozent bis 2018 wäre »unsere Antwort auf die Fragen der Gesellschaft mit einem ganzheitlichen Programm für eine ökologische Produktion«35, sowie um »mit den eigenen Möglichkeiten an der Lösung der regionalen und globalen Umweltprobleme mitzuwirken«36. Ein ganzheitliches Programm würde aber nichts anderes bedeuten, als schnellstmöglich von einem Verkehrswesen wegzukommen, das auf der Verbrennung fossiler Energieträger beruht, den öffentlichen Verkehr auszubauen und unnütze weltweite Transporte als Teil der Wegwerfproduktion abzuschaffen.

Obwohl VW nach eigener Aussage die Technik emissionsfreier Antriebe beherrscht, wird bewusst entschieden, sie auf absehbare Zeit nicht einzusetzen, da VW nicht bereit ist, sich auf Kosten der eigenen Profite am Aufbau der dazu notwendigen Infrastruktur zu beteiligen37 Und so wird der Ausbau der Verbrennungsmotoren, v.a. der besonders schädlichen Dieselaggregate, vorangetrieben als Teil der Eroberung der Weltmarktführerschaft. Dazu wird eine Vereinbarkeit mit der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit vorgetäuscht. Audi startete in den USA unter dem Slogan „Di*sel – kein schmutziges Wort mehr“ eine Kampagne. Sie appellierte chauvinistisch an die Abhängigkeit der USA von ausländischem Öl: „1,5 Millionen Barrel ausländisches Öl am Tag. Wenn 1/3 von uns einen Clean Diesel fahren würde, könnten wir es alles zurückschicken.“ Die Kampagne zielt vor allem auf den niedrigeren Verbrauch der Diesel-Modelle ab, womit 20 Prozent weniger CO2 ausgestoßen würde. Diese Werte beruhen auf den von VW manipulierten Abgasmessungen.

In Wahrheit sind Dieselmotoren noch schädlicher als Benzinmotoren, produzieren große Mengen an Feinststäuben. Die UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Diesel-Auspuffgase als krebserregend ein. Schadstoff- und Gesundheitsbelastung durch Diesel entstehen weiter durch unvollständige Verbrennung der Kohlenwasserstoffverbindungen. Dieselmotoren scheiden große Mengen an Stickoxiden (NO, NO2 und N2O) aus (20 g/l im Vergleich zu 5 g/l beim Benziner) und sind beteiligt am Photo-Smog. Andererseits nehmen sie durch Katalysewirkung an der Zerstörung der Ozonschicht in der Stratosphäre teil. Stickoxide schädigen die Atemwege und sind Hauptverursacher des Waldsterbens. Lachgas (N2O) ist zudem ein Treibhausgas, welches 200 bis 300 mal stärker wirkt als CO2 und auch eine Verweilzeit von etwa 100 Jahren in der Atmosphäre hat38.

VW prüft derzeit eine Eintauschprämie für Diesel-Autos beim Kauf eines neuen VW und will so aus seiner Krise auch noch Umsatzsteigerung herausholen, nachdem der Konzern wieder hinter Toyota auf Platz 2 auf dem Automobil-Weltmarkt zurückgefallen ist.39 Die EU lockert jetzt gleichzeitig die Grenzwerte für Diesel-Abgase und erhöht die Euro-6-Norm auf das Doppelte der bisher zulässigen Werte mit der Begründung, im tatsächlichen Fahrbetrieb zu kontrollieren.40 Es ist notwendig und möglich, dass die Arbeiter- und Umweltbewegung mit der VW-Krise die hier ausbrechende offene Krise des imperialistischen Ökologismus entschieden für die Strategiediskussion für eine qualitativ höhere Umweltbewegung nutzt.



9.Neue Brennpunkte und Entwicklungen in der Umweltbewegung

Mit der Besetzung des Fördergeländes Garzweiler II, von Förderbaggern und der Gleise der Hambachbahn haben am 14. - 16.08.2015 bis zu 1200 Umweltaktivisten an einigen Stellen und für einige Stunden die gigantische Braunkohle-Maschinerie zum Stehen gebracht41. Die Auseinandersetzung um den Braunkohleabbau von RWE und Vattenfall (Lausitz) entwickelt sich zu einem Brennpunkt der Umweltpoltik. Die Süddeutsche Zeitung sprach von Garzweiler als das „neue Wendland“42. Die brutalen Polizeiübergriffe im Vorfeld, der Einsatz von Schlagstöcken, Pfefferspray, Tränengas und Einkesselung durch 1200 Einsatzkräfte der Polizei und 800 z.T. mit Eisenstangen bewaffneten Werkschützern von RWE, die 800 Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch lösten eine gesellschaftliche Debatte um das brutale Vorgehen der Polizei und die Kriminalisierung der Proteste aus.

Die Vergiftung mit PCB (polychlorierte Biphenyle) und der Kampf dagegen gewinnt eine immer größere Bedeutung. Obwohl die Verwendung dieses Ultragifts seit 1989 verboten ist, ist es noch massenhaft vorhanden oder entsteht neu. Gegen die Firma Richter in Essen-Kray, die seit Jahren mitten im Wohngebiet die Umwelt vergiftet, hat sich eine Bürgerinitiative wieder belebt, die schon vor Jahren aktiv war. 43. Doch die weitaus schlimmsten Folgen hat das PCB in den 10.000 Tonnen Hydraulikölen, die im Bergbau unter Tage eingesetzt wurden und dort verblieben sind. Das PCB gelangt nicht nur ins Grundwasser, sondern über das Abpumpen des Grubenwassers in den Rhein und ins Meer. Wenn die RAG mit ihrer zweiten millionenschweren Zeitungsbeilage versichert, ihr läge in erster Linie die Umwelt am Herzen und das Trinkwasser sei keinesfalls gefährdet, so ist das Ausdruck ihrer Defensive und eine indirekte Antwort auf die Enthüllungen der Bergarbeiterbewegung Kumpel für AUF.

Im Kampf für eine ökologische Gestaltung des Wiederaufbaus in Kobanê/Syrien und der Entwicklung der regionalen Wirtschaft in Rojava/Westkurdistan als Bestandteil des Gesellschaftsvetrags von Rojava nimmt die Umweltfrage einen bedeutenderen Platz in der kurdischen Befreiungsbewegung, aber auch insgesamt im Nahen und Mittleren Osten ein. In der Türkei verbindet sich das in neuer Qualität mit dem Kampf gegen Großstaudämme (Ilisu-Staudamm, Talsperren in Dersim), durch das türkische Militär gelegte Waldbrände, den geplanten gigantischen Zementabbau in Bazarcix/Gurgum, den Betrieb eines gesundheitsschädlichen Kohlekraftwerks in Silopi/Şirnex, usw. wie z.B. durch die „Mesopotamische Ökologische Bewegung“.

 

10.Die Antworten der Umweltbewegung auf die UN-Klimakonferenz vom 30. November bis 11. Dezember in Paris

Der 21. UN-Klimagipfel soll ein Nachfolgeabkommen zum gescheiterten Kyoto-Protokoll zum Ergebnis haben. Er wird als der „Gipfel der letzten Chance“ bezeichnet – mit der wissenschaftlich absurden und ökologisch verheerenden „Festlegung“, die Klimaerwärmung auf 2°C zu beschränken. Erwartet werden in Paris 50.000 Teilnehmer und 3.000 Journalisten, die Kosten sollen 170 Mio. Euro betragen. Dagegen rechnet die Umweltbewegung, dass mehrere zigtausend Aktivisten aus aller Welt, vor allem aus Europa, zum Gegengipfel kommen werden. Dieser wird von einer Koordination geplant44. Es sollen drei Aktionswochenenden und eine Aktionswoche stattfinden: Am 29.11. eine seit kurzem von Avaaz angekündigte Auftaktdemonstration in Paris sowie im Rahmen eines „Global Climate March“ in allen europäischen Hauptstädten; 5./6.12. „Weltdorf für das Klima“ in Montreuil im Osten von Paris mit Klimaforum, Weltklimadorf und Bauernmarkt; 7.-11.12 in der riesigen Halle „104“ sollen verschiedene Aktivitäten in einer Aktionszone „Action for Climate!“ stattfinden; 12. Dezember Massenaktionen in Paris.

Es entwickelt sich eine intensive Auseinandersetzung um die Ausrichtung des Kampfes zur Rettung des Weltklimas und der Gegengipfel-Proteste. Präsident Hollande will als der Klima-Präsident in die Geschichte eingehen, und nimmt mit staatlichen Organen auf die geplanten Umweltaktivitäten Einfluss. Kräfte wie die „coalitionclimat21“ mit dem Kern des „Alternatiba-Netzes“ als Koordinierung der reformistischen und kleinbürgerlichen Umweltbewegung werden von Premierminister Valls in den Gipfel eingebunden, finanzielle Möglichkeiten eingeräumt und als „von höchsten nationalem Interesse“ prämiert. Die Umwelt-NGO Oxfam beurteilt die Vorbereitungen positiv, weil mit dem von über 2000 Diplomaten und Fachleute am 23.10. in Bonn vorbereiteten Entwurf für ein neues Klimaschutzabkommen die Voraussetzungen für ein ambitioniertes Abkommen geschaffen seien.45 "Wenn der politische Wille da ist, lässt sich das auch verhandeln", so Greenpeace. Mit solchen Formulierungen erwecken diese NGOs Hoffnungen auf Einsicht und einen ernsthaften Willen des internationalen Finanzkapitals und der imperialistischen Mächte. Tatsächlich wurde der Vertragstext von 20 auf 51 Seiten aufgebläht und enthält nun deutlich mehr umstrittene Formulierungen. Anvisiert werden v.a. bereits gescheiterte „freiwillige Selbstverpflichtungserklärungen“ der verschiedenen Länder (siehe oben). Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) fällt auf den imperialistischen Betrug mit X°C Zielen herein, wenn er zum Bonner Vertragsentwurf fordert: „Bonner Entwurf für UN-Klimavertrag gleicht Gemischtwarenladen. Ausstieg aus fossilen Energien bis 2050 und Begrenzung auf 1,5 Grad gefordert“46.

Es wachsen aber auch die Kritik und die Vorbereitung kämpferischer Aktionen. Die ZADisten aus Paris bezeichnen ihn als Maskerade. ZADisten kommt von (Zone à Défendre – Verteidigungszone). Es sind meist junge, Leute, die radikal kämpfen wollen, oft autonom geprägt. Sie kämpfen z.B. gegen den geplanten Großflughafen „Notre Dame des Landes“ bei Nantes. Der Aufruf von Avaaz „People's Climate March: Seid dabei!“ zum 29.11. hat fast 300.000 internationale Unterzeichner47. Er orientiert darauf, dass Politiker sich „auf das revolutionäre Ziel einigen, die Welt von fossiler Energie zu befreien (…) und von einer Klimakatastrophe wegsteuern“. Das soll durch „die Kraft der Gemeinschaft“ erreicht werden, was durchaus den gewachsenen Wunsch der Massen zu kämpfen aufgreift, aber ohne gesellschaftsverändernden Kampf illusionär bleibt und in eine Sackgasse mündet.

Kritik entwickelt sich an einer Desorganisierung der bisher international angekündigten „Großdemonstration“ am 12.12. durch kleinbürgerliche Kräfte, die sie durch drei symbolische begleitende Aktionen an verschiedenen Orten in Paris ersetzen wollen. Dagegen rufen kämpferische und revolutionäre Kräfte, wie die ICOR Europa und die MLPD dazu auf, eine breite kämpferische Demonstration am Flughafen am 12.12. durchzuführen und bereits eine Woche zuvor den weltweiten Umweltkampftag (traditionell der mittlere Samstag der UN-Klimakonferenzen) mit kämpferischen Manifestationen zu begehen. Die ICOR Europa wird sich am Freitag den 11.12. in einer Abendveranstaltung in Paris vorstellen. Der Verlag Neuer Weg ist vom 5. - 11.12 vertreten und wird das Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ von Stefan Engel vorstellen. Es ist bedeutend, eine Massendiskussion und Überzeugung für eine notwendige neue Qualität der Umweltbewegung zu entfalten und den imperialistisch-ökologistischen Betrug anzugreifen.

Insbesondere ist eine mit Fingerspitzengefühl geführte Kritik am kleinbürgerlichen Ökologismus notwendig. Seine Methode, jede auch noch so winzige Äußerung oder Bewegung der Herrschenden »in die richtige Richtung« als »Umdenken« zu interpretieren, muss als Gift für eine kämpferische Umweltbewegung grundsätzlich abgelehnt werden. Die Bereitschaft, auf all dies hereinzufallen, geht einher mit der Desorganisierung des Aufbaus einer internationalen Widerstandsfront gegen die Hauptverursacher, das allein herrschende internationale Finanzkapital und der Entwicklung eines gesellschaftsverändernden Kampfes. Dazu und für die Verbreitung der gesellschaftsverändernden sozialistische Perspektive ist eine offensive Verbreitung des Buchs »Katastrophenalarm!« notwendig.

1Smith et al. Assessing dangerous climate change through an update of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ‘‘reasons for concern’’. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. 106(11), (2009), S. 4133–4137, doi:10.1073/pnas.0812355106

2Hansen et al. Ice melt, sea level rise and superstorms: evidence from paleoclimate data, climate modeling, and modern observations that 2 ◦C global warming is highly dangerous, Atmos. Chem. Phys. Discuss., 15, 20059–20179, 2015

4SYNTHESEBERICHT ÜBER DIE GESAMTWIRKUNG DER AUF NATIONALER EBENE GEPLANTEN BEITRÄGE (INDCS), 29.10.2015, United Nations Climate Change Secretariat

5J. Hansen et al: Assessing “dangerous climate change”: Required reduction of carbon emissions to protect young people, future generations and nature, PLOS ONE, 8, e81648, doi:10.1371/journal.pone.0081648, 2013a.

6Rote Fahne Nr. 20, 15. Mai 2015, S. 14/15

7Stefan Rahmstorf, Jason E. Box, Georg Feulner, Michael E. Mann, Alexander Robinson, Scott Rutherford und Erik J. Schaffernicht, „Exceptional twentieth-century slowdown in Atlantic Ocean overturning circulation“ Nature Climate Change 5, 475-480 (2015), doi:10.1038/nclimate2554

8G. W. K. Moore, K. Våge, R. S. Pickart und I. A. Renfrew, „Decreasing intensity of open-ocean convection in the Greenland and Iceland seas“ Nature Climate Change 5, 877-882 (2015), doi:10.1038/nclimate2688

9Siehe Mojib Latif, „Klimawandel und Klimadynamik“, Verlag Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8252-3178-1, S. 99

10Siehe Mojib Latif, ebenda, S. 173

11www.pik-potsdam.de/services/infothek/kippelemente-Achillesfersen im Weltsystem, heruntergeladen 28.8.15

12NOAA, „ENSO: Recent Evolution, Current Status and Predictions“, 12.10.2015, http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/analysis_monitoring/lanina/enso_evolution-status-fcsts-web.pdf, Download 13.10.2015

13F.-F. Jin et al, Eastern Pacific tropical cyclones intensified by El Nino delivery of subsurface ocean heat, Nature 516 (2014) 82

15WAZ 27.10.15

16www.sueddeutsche.de/ 5.10.2015

17www.fr.-online.de/panorama, 4.10.2015

18www.fr-online/politik/ 5.10.2015; www.sueddeutsche.de/news/panorama/ 6.10.2015

19www.sueddeutsche.de/panorama/ 5.10.2015

21FAZ 16.9.2015

22www.nzz.de 6.10.2015

23Anne Hawxwell, Wissenschaftliche Dienste Deutscher Bundestag, 2011.

24http://www.globalfrackdown.org/organizational-sign-on-letter/

25http://celleheute.de/rohenergie-standort-krise-celler-erklaerung-fordert-unterstuetzung-vom-bund/

27www.n-tv.de/wissen 15.9.2015 unter Berufung auf den Bodenatlas 2015

28 www.klimaretter.info, 15.9.2015; www.spiegel.de, 20.09.2014; FR 10.9.2015

29 Energy Watch Gruppe, Studie vom Mai 2015.

31 Megatrends der globalen Energiewende, WWF und Lichtblick, Juni 2015

32 BP Statistical Review of World Energy, Juni 2015

33 Die Welt, 29.8.2015, Fossile Brennstoffe werden zum Massengrab

34 Naomi Klein, Kapitalismus vers Klima, 2015.

35www.bg-verkehr.de/arbeitssicherheit-und-...

37Martin Winterkorn laut Braunschweiger Zeitung 15./16.7.2014

38Mojib Latif, a.a.O., S. 58f

39WAZ 26.10.15

40WAZ 29.10.15

42 SZ-17. August 2015: Kommentar Goliath im Tagebau

43 WAZ Essen vom 19.10.15 - aus den Stadtteilen

46BUND Pressemitteilung am 23.10.15, http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen

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