Kältewellen in den USA

Die schlimmste Kältewelle seit 20 Jahren überrollt gerade die USA. Minusgrade zwischen 25 und 35 Grad Celsius in Verbindung mit eisigem Wind lähmten bisher vor allem das Leben im Mittleren Westen. Der viele in den vergangenen Tagen gefallene Schnee war z.T. getaut und droht nun zu einer dicken Eisdecke zusammenzufrieren. In Atlanta im südlichen Bundesstaat Georgia war es kälter als in Moskau, in Montana lag die 'gefühlte' Temperatur mit minus 50 Grad Celcius weit unter der am Südpol. In mehreren Metropolen - darunter Chicago - sollen die Schulen geschlossen bleiben.

 

wetterkarteMehr als 140 Millionen Amerikaner sind von der Kältewelle betroffen. In Chicago und Indianapolis ist man klirrende Kälte im Winter gewohnt. Doch was die Menschen in den USA derzeit erleben, hat eine andere Dimension. "Die Kälte macht uns richtig Angst", sagt Greg Ballard, Bürgermeister von Indianapolis. "In nur wenigen Minuten im Freien kriegen die Leute Frostbeulen. Sie werden (an den Gliedern) taub und spüren nicht einmal, dass sie Frostbeulen kriegen", warnt Ballard. Damit die Leute nicht im Auto erfrieren, zieht der Bürgermeister die Notbremse: Fahrverbot in der Stadt. Laut Medienberichten sind bisher 23 Menschen durch die Kälte ums Leben gekommen, die tatsächliche Zahl der Todesopfer ist vermutlich viel höher. Hilfsorganisationen versuchen, arbeitslose und andere arme Menschen zu unterstützen, die die Heizkosten nicht bezahlen können. Obdachlose, für die das aktuelle Wetter lebensbedrohlich ist, versuchen sich in Notunterkünfte zu retten.

 

Während die Menschen in Nordamerika unter der Kältewelle leiden, ist es im Süden extrem heiß. Zwischen Rio de Janeiro und Chicago herrscht ein Temperaturgefälle von 80 Grad Celcius. Auch in Australien werden Hitzerekorde gebrochen. In Großbritannien hingegen stehen ganze Landstriche unter Wasser, eine Flutwarnung folgt der nächsten, Riesenwellen prallen auf die Südküste.

 

Zwar sind die konkreten Ursachen dieser extremen Wetterlagen unterschiedlich, aber ohne Zusammenhang, wie viele Medien sich zu behaupten beeilen, sind sie sicher nicht. Die arktischen Luftmassen, die derzeit große Teile der USA im Griff haben, werden sich nach Auskunft des Meteorologen Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach weiter in Richtung Osten bewegen. Dadurch verstärkten sich die Temperaturgegensätze über dem Atlantik weiter; in Europa sei also mit Stürmen bis zu Orkanstärke zu rechnen.

 

Laut Klima-Risiko-Index 2014 der Umweltorganisation Germanwatch starben zwischen 1993 und 2013 mehr als 530.000 Menschen bei 15.000 Extremwetterereignissen, dabei sind die indirekten Folgen der Wetterkatastrophen nicht berücksichtigt. Für das Jahr 2014 rechnet der Index erneut mit einer Zunahme von Wirbelstürmen, Überflutungen, Dürren, Hitze-  und Kältewellen. Die Zunahme von Extremwettern und Naturkatastrophen sind Anzeichen dafür, dass sich die Menschheit im beschleunigten Umschlag in eine globale Umweltkatastrophe befindet. Es ist höchste Zeit, eine weltweite Widerstandsfront aufzubauen und dem allein herrschenden internationalen Finanzkapital die Welt aus der Hand zu nehmen, bevor seine Destruktivkräfte die Lebensgrundlagen der Menschheit zerstören.

 

Wir empfehlen hier eine Reihe von Büchern und Broschüren zur Umweltfrage, insbesondere das Buch "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution":

 

 

Katastrophenalarm!  Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?

Engel, Stefan
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Wald in der Steppe

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